Megane 3 Diverse Fehlermeldungen "Bremssystem Störung", "Fahrzeug prüfen" , "Airbag prüfen" - CAN-Bus spinnt?

Diskutiere Diverse Fehlermeldungen "Bremssystem Störung", "Fahrzeug prüfen" , "Airbag prüfen" - CAN-Bus spinnt? im Elektronik Forum im Bereich Technik; Hallo, da meine Suche bisher nicht sehr ergiebig war, stelle ich hier mal meine Frage rein, bitte nicht gleich erschlagen, falls es dazu schon...

  1. #1 MeganeMarcus81, 07.02.2020
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    Hallo,

    da meine Suche bisher nicht sehr ergiebig war, stelle ich hier mal meine Frage rein, bitte nicht gleich erschlagen, falls es dazu schon einen Thread mit Lösungsmöglichkeiten gibt.

    Zur Vorgeschichte:
    Mein Megan 3, BJ 2009 110 PS hat zwischenzeitlich 217 TSD km und bisher außer Kupplung bei 200TSKkm keine größeren Schäden gehabt.

    Das hat auch mit dem aktuellen Problem wenig zu tun.
    Das Problem fing erst schleichend vor ein paar Wochen an. Und zwar kam es vor, das kurz nach Motorstart die Meldung "Bremssystem prüfen" zusammen mit dem Schraubenschlüssel und dem STOP Symbol aufblinkte. Zunächst so kurz, dass es kaum wahrnehmbar war. Beim ersten und zweiten Mal hatte ich das noch als "Anomalie" wegignorieren wollen, da dass Fahrzeug ansonsten einwandfrei funktionierte.

    Dann heute: Fahrzeug stand von gestern Abend auf heute draußen bei Minusgraden (-6 °C in der nacht), ist normal angesprungen und gefahren. Aber nach ca 2 Minuten fahren kam wieder die Meldung "Bremssystem Störung" mit Schraubenschlüssel und STOP sowie der ABS-Kontrollleuchte. Zeitgleich viel Radio, Gebläse sowie Servolenkung aus. Auch erschienen im digitalen Tacho, den der Megane 3 ja hat, nur noch zwei Striche.
    Die Meldung blieb diesmal permanent da, war nach Motor aus und wieder an kurzzeitig weg.

    Das Fahrzeug lies sich zwar noch fahren, war aber wohl im "Notlaufprogramm" (Servolenkung/ABS/ESP aus). Ich also wieder heim, ADAC angerufen, zu Renault schleppen lassen. Dort angekommen, erste Verdachtsdiagnose auf eine defekte Batterie. Also wurde die Batterie getauscht. Zunächst war dann auch Ruhe, auf der 10 km Heimfahrt. Einmal kam dann "ESP prüfen" bei voller Fahrt (130) wo man schon ans schlimmste denkt.

    Daheim dann mal "Bremslicht prüfen" oder "Airbag prüfen" oder "Beifahrerairbag aus" (obwohl ich den Schalter dazu nicht betätigt hatte. Alles in allem sehr verwirrend und beängstigend.

    Nach erneuter Standzeit sind die Meldungen nun weg.

    Ich war dann noch mal beim Freundlichen und hab die Fehlercodes der div. Steuergeräte auslesen lassen, ich zähle hier mal die wichtigsten auf, und darunter auch jene, die nach dem Löschen, kurzer Bewegungsfahrt und "Bremstest", gefolgt von der Meldung "Fahrzeug prüfen" erneut auftraten und gespeichert waren.


    Steuergerät: OBD Motor Benzin CAN OBD: 6 gespeicherte Fehler:

    DTC C16408:
    Can-Verbindung vom Heizungs-/Klimaanlagen-Steuergerät: Signal fehlt/fehlerhaft

    DTC 042009
    Katalysatorüberwachung: Funktion fehlerhaft

    DTC 1525F3
    Steuergerät Geschwindigkeits-Regelanlage: CAN-Signal fehlerhaft

    DTC 013611
    Lambdasonde nach Kat: Stromkreis fehlerhat

    ABS ABS/SP CAN

    DTC F00317
    Steuergerät: Spannungsversorgung fehlerhaft

    Airbag / Airbag CAN

    DTC 80DF1B
    Airbag-Verriegelungsschalter: Stromkreis fehlerhaft

    DTC C15587
    CAN-Bus/Verbindung zu Kombiinstrument: Kommunikation gestört

    DTC C14087
    CAN-Bus/Verbindung zu Bordnetzsteuergerät: Keine Kommunikation möglich

    DTC C12187
    CAN-Bus/Verbindung zu ABS-Steuergerät: Kommunikation gestört

    DTC 050029
    CAN-Bus/Datenkabel: Daten für Fahrzeuggeschwindigkeit fehlen/falsch

    und last but not least:

    DTC 90A049
    Beifahrerairbag-Zustandskontrolleuchte: Stromkreis fehlerhaft


    Lässt sich aus der Kombination dieser Meldungen eine Ferndiagnose ableiten oder kennt jemand gar dieses Problem?

    Fakt ist, es leutet zeitweise der ganze Christbaum im Kombiinstrument und die Bordelektronik (Radio, Gebläse) setzt aus.

    Batterie wurde von Renault bereits getauscht, kann also ausgeschlossen werden?

    Was nun? Steuergerät(e) defekt? Kabelbruch? Lichtmaschine/Regler?
    Wo sollte ich mit der Fehlersuche anfangen oder hilft echt nur der Gang zu Renault, wo mich dann eine teure Diagnose und Reparatur erwartet?

    Fahrzeug ist 11 Jahre alt, daher würde eine teure Reparatur/Fehlersuche in der Renaultwerkstatt einen writschaftlichem Totalschaden gleich kommen :cray:

    Daher hoffe ich unkomplizierte Hilfe hier und Tips, wie man evtl mit eine bischem technischem Know-How und unter Anleitung selbst mögliche Fehlerquellen ausschließen oder gar den Fehler finden kann.

    Ich weiß, Ferndiagnose ist immer schwer, aber vielleicht weiß ja jemand was.

    Ich bedanke mich schon mal vielmals für eure HIlfe und entschuldige mich für den langen Text, aber ich denke, je mehr INformationen ich gebe, desto eher kann man mir helfen.

    Ein verzweifelter Meganefahrer

    VG

    Marcus
     

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  2. #2 MeganeMarcus81, 07.02.2020
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 07.02.2020
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    Ich antworte mir mal selbst...

    Wie schön einen Fehlermeldungen doch in die Irre führen können.
    Heute Abend im Dunkeln nochmal getestet, ob der Fehler wieder kommt. Also Motor an, Licht an.

    Dann auch Heckheizung, Fernlicht etc an.. plötzlich "Störung Batterieaufladung"!
    Das ist endlich mal eine Meldung die man ja eindeutig einem Bauteil zuordnen kann!

    Also Multimeter gezückt und bei laufendem Motor und allen eingeschalteten Verbrauchern Spannung gemessen: 11,67 V!!! Viel zu niedrig!

    Damit sollte die Diagnose recht eindeutig sein: Lichtmaschine bzw. Reger derselben ist defekt, daher gibt es zu wenig Energie, daher kommt dann die Unterspannung in den diversen Steuergeräten, weswegen die die Hufe reißen und die ECU letztendlich in den Notlauf schaltet.

    Fazit: Ein hoch auf das gute alte Multimeter. Und mal wieder: Pfui Renault-Händler, der nicht im Stande war, diese Diagnose zu stellen und statt dessen einfach mal auf Verdacht ne teure Batterie (207 € inkl Einbau) verkauft hat und von einer weiteren Diagnose abriet, außer das Problem manifestiert sich.

    Das hat es nun getan.

    Jetzt die Frage: was tun: Neue Lima kostet bei ATU 400 Euro, zu teuer, bei Renault mit einbau wohl noch mehr.
    Bei KFZ-Teile24 liegen die LiMa's bei 109 Euro aufwärts...
     
  3. #3 Multi-Fanfare, 08.02.2020
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    Guck doch mal nach dem Regler, wie verschlissen der ist, dann reicht es evtl. nur den zu erneuern.
     
  4. #4 MeganeMarcus81, 08.02.2020
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 08.02.2020
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    Ist der Regler beim meg3 und Bosch Lima denn noch modular aufgebaut? Selbst den Regler bekomme ich ja nicht so kurzfristig, also am gleichen Tag...

    Meine Herausforderung wäre das Fahrzeug heute wieder fit zu bekommen. Ginge mit nem gebrauchten aber guten Regler oder ner gebrauchten Lichtmaschine vom Schrottplatz um die Ecke.
     
  5. #5 Multi-Fanfare, 09.02.2020
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    Also ein Regler ist ein Verschleißteile, den Du sicherlich sofort kaufen kannst, musst Du natürlich dort kaufen wo der Händler auch welche da hat und nicht dort wo sie am preisgünstigesten sind. Einen Regler von Bosch, wen du eine Bosch drin hast, bekommst du überall.
     
  6. #6 Maulwurf, 09.02.2020
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    Der Regler ist seperat zutauschen möglich dazu brauchst nicht mal Lichtmaschine ausbauen .
    Man kommt von der Seite wo der Ölfilter sitzt recht gut an die Kontakte und Befestungsschrauben des Reglers .

    Würde erstmal nur Regler tauschen und dann nochmal Ladespannung messen , bei der Laufleistung des Autos sind bestimmt nur die Kohlen
    des Reglers abgenutzt bzw. verschlissen .

    Mfg Mauli.
     
  7. #7 kitt2011, 11.02.2020
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    Wollte auch grade schreiben das es an der Lima liegt aber das hast du ja schon selber rausgefunden :D
    Der preis bei ATU bezieht sich auf eine neue LIMA, bei kfzteile24 auf eine Generalüberholte wo du deine vermutlich zurücksenden musst (Pfand).

    Ich persönlich würde die ganze LIMA erneuern.
     
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  8. #8 MeganeMarcus81, 11.02.2020
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    So Leute, erst mal vielen Dank für die Antworten.

    Nach 2 Stunden messen und rätseln in der Kälte am Samstag morgen (bei 5 Grad *bibber*) hat sich das Problem "von selbst" gelöst.

    Mein Kumpel und ich, wollten uns halt die Arbeit sparen Regler oder LiMa auszubauen und haben erst mal die Verkabelung (Masse etc.) durch gemessen. Zunächst dachten wir dann, dass die eine Masse von Batterie zum Motor/Karosserie schuld ist...

    Die Lichtmaschine lieferte jederzeit gute 13,5 V, davon kam aber nichts bzw nur 11,4 V bei der Batterie (und der Bordelektronik) an...

    Nachdem wir also 2 Stunden gemessen und gegrübelt hatten, haben wir alles (inkl dem Batteriewächter-Kasten (da sind nur Sollbruchstellen (Lötsicherungen) drin) wieder festgeschraubt und erneut getestet: Siehe da, Problem weg...

    Rückblickend fiel uns auf, dass eine Schraube an der Pluspol Verschraubung nicht ganz fest angezogen war. Infolgedessen gab es dort ein Kontaktproblem, ergo Unterspannung, ergo alle Fehler durch Unterspannung verursacht.

    Nur schade/interessant, dass Renault auf diesen Fehler nicht gekommen war.


    Wie auch immer, mein Meg Ryan fährt wieder und jammert auch nicht wegen Unterspannung oder defekten Steuergeräten/Bremssystem/Airbag.

    Nochmal Glück gehabt.
     
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