Megane 3 Welche Laufleistung ist realistisch?

Diskutiere Welche Laufleistung ist realistisch? im Quasselecke/Offtopic Forum im Bereich Klatsch und Tratsch; Hallo zusammen, ich hoffe, ich bin hier im richtigen Unterforum gelandet. Wir beabsichtigen einen Zweitwagen zu kaufen, welcher lediglich 9. -...

  1. #1 Fachwirt84, 08.05.2019
    Fachwirt84

    Fachwirt84 Türaufmacher

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    Hallo zusammen,
    ich hoffe, ich bin hier im richtigen Unterforum gelandet.

    Wir beabsichtigen einen Zweitwagen zu kaufen, welcher lediglich 9. - 12.000 km gefahren wird.

    Trotz dem geringen Laufleistung im Jahr spielen wir mit dem Gedanken einen kleinen Diesel zu kaufen (1,5 Dci 90 oder 110), da diese beiden Varianten nicht mehr an Versicherung und Steuern kosten wie unser aktuelle Zweitwagen. Er würde auch so gefahren werden, dass er seine Strecken zum Freibrennen bekommt.

    Es stellt sich uns nun die Frage, wieviel km so ein Motor schafft. Ich weiß,da kann niemand rein gucken. Die Frage ist eher so gemeint, ob der Motor mit 180.000 km platt ist oder macht der bei entsprechender Pflege noch ein paar Kilometer?

    Danke für eure Unterstützung!
     
  2. #2 Dr.Izzy, 09.05.2019
    Dr.Izzy

    Dr.Izzy Megane-Kenner

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    Das ist eine sehr gute Frage.
    Renaults haben nicht so die Schrauber-Community wie VW/Mercedes/BMW, wo Autos über jenseits der 300.000 als "gerade eingefahren" gelten.
    Und so standfest wie Volvos sind die Renaults halt absolut nicht.

    Persönliche Erfahrung mit Dieseln habe ich nicht. im Kangoo-Forum wird manchmal über verschlissene Hochdruckpumpen (um 200.000km) berichtet, was die K9K-Motoren der G1-Kangoos effektiv vom Markt nimmt.

    Grundsätzlich sind die K9K-Diesel keine schlechten Motoren, welche (zumindest annekdotisch bei den Kangoofreunden) oftmals erst nach 300.000km ihre wirtschaftliche Grenze erreichen. Sind halt Diesel, Schwachpunkte sind:
    - Mangelhafte Wartung
    - Falsches Öl
    - Falscher Kraftstoff (Frittenfett)
    - Hochdruckpumpe
    - Injektoren
    - Sensorik/Elektrik (Typisch Renault)
     
  3. #3 Der_Roman, 14.05.2019
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    Der_Roman Megane-Fahrer

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    Hallo und Servus,

    die kleinen Diesel gelten, insbesondere in den etwas neueren Ausbaustufen (den Motor gibt es mittlerweile wirklich lange) als allgemein relativ robust (wie übrigens sehr viele / fast alle Renault Motoren).
    Die Gründe, warum Renaults seltener bis in sehr hohe km-Zahlen gefahren werden sehe ich eher darin, dass die Autos auf dem Markt relativ früh "nichts mehr wert sind" und man dann eben mal eine z.B. Zahnriemenreparatur nicht mehr machen lässt, sondern das Auto abgibt (oder die Reparatur gar nicht macht und dann kann er halt auch mal reissen, das hat aber mit Pflege, nicht mit konstruktiven Mängeln zu tun).

    Ich hätte überhaupt keine Schmerzen für o.g. Zweck einen K9K mit bereits etwas fortgeschrittener Laufleistung zu kaufen, wenn der Preis und vor allem die Wartungshistorie stimmen. Bei vernünftiger Wartung ist insbesondere bei der kleinen Laufleistung pro Jahr vermutlich das Fahrzeug selbst vorher im Seniorenheim, als der Motor.

    Ich fahre mittlerweile das dritte Auto mit einer K9K Ausbaustufe. Meinen Clio IV fahre ich seit 5 Jahren und guten 110tsd km und wie auch die vorigen Autos keinerlei Probleme mit Motor / Getriebe usw.

    Viele Grüße,

    Roman

    P.S.: Frittenfett in einem modernen Diesel läuft für mich auch unter Misshandlung. Aber ja, solche Typen gibt es auch. Insbesondere bei den Kangoo G1 gab es meines Erachtens einige "alternative Nutzer" des Fahrzeugs.

    Die Hochdruckpumpe betraf eher die älteren Varianten, da gab es welche, die da Probleme hatten. Bei den neueren (ab Euro 4 aufwärts - und von so einem gehe ich hier aus) kann es jedenfalls nichts häufiges sein, denn ich hab noch in keinem Forum was gelesen, weder Megane, noch Captur, noch Clio noch Talisman noch Kangoo / Citan.
     
  4. #4 Multi-Fanfare, 14.05.2019
    Multi-Fanfare

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    was einen Motor kaputt macht sind eher die wenigen Kilometer die er fahren darf...wenig Kilometer in dem Sinne von häufigen Kurzstrecken, wo der Motor nie seine Betriebstemperatur erreicht. Wenn du dagegen alle 14 Tage mal 500 km am Stück abreisst ist das gut für den Motor. Oder häufige Kaltstarts schlauchen den Motor, 20 Kaltstarts verschleissen einen Motor wie 20.000 km mit betriebswarmem Motor. Dann kommt der Ölwechsel, ich wechsel immer einmal pro Jahr das Motoröl, egal wie viel ich gefahren habe...mein Meggi wird im November 10 Jahre alt und hat jetzt 90.500km runter und er hat schon 12 Ölwechsel gehabt....kein teures Öl, aber gutes Öl. 5W40 von Mannol für 25 € und ein Filter für 8 €...macht Ölwechsel 33 €...hat der Neffe jetzt gemacht.
    Meinen Passat 3B habe ich im Februar abgegeben, meinem Neffen geschenkt, der Ihn wieder fit macht...der hatte 225.000 km runter und war Erstzulassung 30.6.1997 ....ohne Probleme 22 Jahre gelaufen....noch mit der ersten Auspuffanlage drunter.
     
    feisalsbrother gefällt das.
  5. Libi

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    Die Entscheidung ist sicher schon gefallen - aber für zukünftige Entscheidungssucher und aus eigenem Interesse hier meine Erfahrung:

    Ich fahre seit 2008 einen 2005er 1,9dci, CC mit jetzt 238.000 km (hat wer mehr auf der Uhr und mit welchen Erfahrungen?)
    Hab ihn mit 100.000 km gekauft. Der Vorbesitzer hat ihn 3 Jahre als Leasing-Fahrzeug gefahren, war/ist Tauchlehrer und ist regelmäßig die Strecke Westerwald-Ostsee gefahren. Also viele Autobahnkilometer gesammelt.

    In den 10 Jahren hatte ich an Defekten:
    1x Luftmengenmesser (150,- Euro, selbst gewechselt)
    1x 4 Glühkerzen (40,- Euro, selbst gewechselt)
    1x Fensterheberseil fahrerseitig vorne (hab ich mit einem Reparatursatz für 12,- Euro repariert)
    Turbolader VTG verklemmt (selbst repariert)

    An Verscheiß das übliche wie Bremsen, Reifen, eine neue Batterie, Motorlager, Bremsscheiben und Beläge, 2x Zahnriemen, 1x Hinterachslager sowie den jährlichen Ölwechsel und die Filter (bis auf die Bremsscheiben/Lager hinten und die Zahnriemen alles selber gewechselt)

    Jetzt steht bei mir der Zahnriemen an und den habe ich bisher 2x beim Freundlichen machen lassen,
    Außerdem macht sich langsam die Kupplung und das Zweimassenschwungrad bemerkbar.
    Dann habe ich immer noch die Beiträge hier im Forum mit den Pleuellager im Hinterkopf. Ausserdem hat meiner noch die ersten Stoßdämpfer, Antriebswellen, Einspritzdüsen und Hochdruckpumpe. Alles Teile die bald die Grätsche machen könnten.
    Also was machen? In den Zahnriemen investieren und erst mal weiterfahren? Oder sich sagen, war eine schöne Zeit und ab dafür? Alternativen in ein bezahlbares 3jähriges Klappdachcabrio gibt es nicht mehr. Und eins mit E-Motor schon gar nicht (ausser vielleicht Umbauten). Den Zahnriemen nicht machen lassen und weiterfahren, kommt nicht in frage. Den habe ich beim Fahren sonst immer im Hinterkopf ;-)

    Was ich damit dem Fragesteller sagen will. 180.000 km ist meiner Meinung die Grenze an denen kleinere und vielleicht auch schon größere Probleme anfangen können (Ein ZMS soll laut der beiden Fernsehdoktoren für 180.000 km ausgelegt sein). Wurde der Wagen gepflegt und auch so gefahren, können noch ein paar Jährchen drin sein, auch wenn man das ein oder andere austauschen muss. Klar muss dir aber sein, dass der Wagen auch nach Ansicht der Automobilhersteller sein Lebensende erreicht hat und die Bauteile auch für diese km-Leistung ausgelegt wurden. Manchmal geht halt früher was kaputt, manchmal hält es länger.

    Meine Frau fährt einen 2004er Clio II mit dem 1,2 Liter Motörchen und nun ca. 190.000 km. In Ihren 2000er Clio I ist uns vor 6 Jahren jemand reingefahren und wir hatten den Clio II auf die Schnelle und nur bis wir einen anderen Wagen für sie gefunden haben, gekauft. Nach kurzer Zeit wollte sie aber nicht mehr wechseln. Der kleine hat einen Ölverbrauch von ca. 0,25 Liter/1000km und ab und an spinnt die Elektrik (Zentralverriegelung, Nebelschlußleuchtenkontolllampe glimmt beim Bremsen und der Lenkstockschalter war defekt). Ansonsten nur Verschleißteile.
     
  6. #6 Dr.Izzy, 19.06.2019
    Dr.Izzy

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    Schade, dass die Wirtschaftlichkeit bei 180-200tkm erreicht scheint und danach die Motoren ernsthaft überholt werden müssen. Autos der "Goldenen Ära" von Mercedes, VW, Volvo hatten Kernlaufzeiten jenseits der 500tkm.
     
  7. #7 Multi-Fanfare, 20.06.2019
    Multi-Fanfare

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    500.000 oder Mille Kilometer sind auch für die Renault Motoren kein Problem, das Auto muss nur viel gefahren werden....... die Testwagen von früher haben Tag und Nacht gelaufen, die Motoren waren immer betriebswarm und kannten keine Kaltstart.... die Fahrer wurden ausgewechselt und die Million Kilometer wurden schnell erreicht. Setze dich in einen Megane und fahre jeden Tag 1000 km, der Motor wird ewig halten und ein ZMS auch, weil auf Langstrecken wenig gekuppelt wird. Wie lange ein Motor hält, liegt am Fahrer, wie und wo er fährt und ob er viele Kaltstart oder wenige nur hat..... Dazu kommt die Pflege des Motor und die Weisheit Des Fahrer, ein Fachmann fährt anders, als ein Sesselpuper der manchmal nicht mal weiß, wie die Motorhaube aufgeht. Ein Fachmann merkt schneller wenn was nicht stimmt und korrigiert das dann, ein Laie fährt weiter bis die Kiste stehen bleibt und es ein Riesenaufwand wird das Auto dann noch für 6 Mille reparieren. usw. So ist es doch wenn man im Alltag Auto fährt.
     
  8. ZfT

    ZfT Megane-Fahrer

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    Mein Megane II aus 2008 mit dem 1.5 dci Motor hat inzwischen gut 240.000km drauf. Am Motor selbst war noch nie etwas defekt, am Auto selbst hält es sich auch in Grenzen. Es wird regelmäßig entsprechend dem Wartungsplan alle 20.000km bei Renault gewartet / Öl gewechselt.
     
  9. Libi

    Libi Megane-Kenner

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    ... so Zahnriemen bei 240.000 km beim Freundlichen wechseln lassen
    Er hat den Wagen durchgesehen und nur noch zwei Lager mit Spiel an Traggelenk und Lenkgestänge gefunden. Sonst wäre alles in Ordnung. Kupplung und ZMS wären noch unbedenklich.
    Dann kann ich also weiter km sammeln ...
     
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